
Sicher – Brings können es sich leisten, mal ganz andere musikalische Wege einzuschlagen. So mancher Fan reibt sich bestimmt die Augen und spitzt verwundert die Ohren. Da kommt die Band, die sehr stark verankert im Kölner Karneval ist, mit einem Punk-Song mit dem provokanten Titel „Quarantäne“ und dem Kölner Urgestein Jürgen Zeltinger daher.
Mutig mal zu den Wurzeln zurück
Wir von BANDS.koeln finden: Der Song ist mutig! Warum? Nun, die wenigsten Bands in der Musik-Karnevalsszene würden sich so einen musikalischen Ausritt trauen. Mit der wunderschönen, unter die Haut gehende Ballade „Mer singe Alaaf“ hat Brings eine Flamme der Hoffnung in dieser Pandemiezeit besungen.
Jetzt dieser Spagat in die Hoffnungslosigkeit und den Wahnsinn der Einsamkeit in „Quarantäne“. Wohlgemerkt – bevor Brings in den Karneval einstiegen, waren sie eine Rockband.

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren
Schrei in der Einsamkeit
Das Video beschreibt die Lage vieler Menschen in Deutschland, die einsam zu Hause ihr Dasein fristen. Dies war teilweise schon vor der Pandemie-Zeit so – aber sicherlich nicht so häufig und heftig. Jürgen Zeltinger, einer der Vorreiter der kölschen Rockkultur, erlebt diese Monotonie und Stille gerade auch am eigenen Leibe.
Sein Schrei zum Schluss aus dem Fenster im Video – eindrucksvoll zum Ende des Songs langgezogen: „Holt mich raus“ – bleibt einfach hängen! Purple Schulz lässt grüßen.
Anmerkung der Redaktion
Der Song und das Video dazu sollen eine Momentaufnahme von menschlichen Schicksalen und Gefühlssituationen in einer extremen Zeit aufzeigen – es soll weder aufrühren – noch dazu animieren, derzeit unvernünftig zu handeln. Aber, es sollte ein Aufruf sein für mehr Mitmenschlichkeit. Dies könnte uns die Lockdown-Zeit lehren.
In diesem Sinne: Bleibt gesund und trotz der angespannten Situation besonnen. Es werden wieder bessere Zeiten kommen!