Köbes Underground

(Aktualisiert: November 2018) Neun Männer, eine Frau und ein Special Guest – so präsentiert sich Köbes Underground, die Hausband der Stunksitzung (einer alternativen Karnevalsveranstaltung in Köln). Seit 30 Jahren ist das Konglomerat auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, weil es bei den über dreistündigen Live-Konzerten eine ganz besondere Show aus Musik und Comedy aufführt. Schlager und Hiphop, Rock und Klassik – was auf den ersten Takt nicht zusammenpasst, wird passend gemacht. Der Tambourcorps steht für eine grandiose Beckenperformance, Lieder von Die Höhner werden als Schrei-Chor vorgetragen und Herbert Grönemeyer mutiert zu einem DSDS-Juror, der früher als Heino schwarzbraune Haselnüsse knackte.

Köbes Underground (Stunksitzung 2013) | Bild: Köbes Underground Gbr
Köbes Underground (Stunksitzung 2013) | Bild: Köbes Underground Gbr

Schon bei der Namensgebung wuchs zusammen, was –irgendwie – zusammengehört: Kneipe und The Velvet Underground! Einerseits eine Verneigung vor dem Kölner Brauhaus-Servierer Köbes und zum anderen ein Knicks vor der Sängerin Nico, die mit der Band von Lou Reed das Album „The Velvet Underground and Nico“ aufnahm.

Respektlose Parodien und Bob Marleys Trinkspruch

Bei den Fans sind die „Kölschen Coverversionen“ genauso beliebt wie die respektlosen Parodien von Karnevalsgrößen und Showstars. Affrocke ist die Devise, wenn das Akkordeonorchester „Smoke on the water“ von Deep Purple interpretiert, Bob Marley „Drink doch eine mit“ singt und “Spezial-Guest“ Ozan Akhan als kölscher Muezzin hüftenschwingend die Bühne entert. Sänger Ecki Pieper gibt den „Mr. Sachsen-Beat“ und der Tambourcorps tanzt Samba.

Neue Jobs für alte Praktiker

Die Band hat auch ehemaligen Baumarkt-„Praktikern“ eine Anschlussverwendung geboten: Als Ex-Praktiker-Mitarbeiter-Orchester malträtieren die Köbesse Eimer, Spülen, Besen, Bohrmaschinen und alles, was sich im Baumarktregal an Utensilien findet. Beliebt bei der Stunksitzung ist zudem der Auftritt der Don Kosaken, die natürlich die beliebtesten Hits aus der Schwulenszene intonieren!

Köbes Underground sind regelmäßig in der Kantine in Köln zu sehen, im Waldbad Dünnwald und beim Open Air im Tanzbrunnen. Zudem treten die Köbesse in der Kölner Philharmonie auf – gemeinsam mit dem WDR Rundfunkorchester. Laut Wikipedia.de üben die meisten Bandmitglieder noch ihre bürgerlichen Berufe aus, doch spätestens an der Bühnentreppe werden die Jobs an den Nagel gehängt. Denn dann wird der Zehnerpack + Eins „urkomisch, flippig, einmalig, gigantisch und schräg“, wie die Rhein Sieg Rundschau es auf den Punkt bringt. Und nach der Stunksitzung-Session ist ab Anfang April 2019 der Livekalender wieder gefüllt.

Köbes Underground – das sind:

Ecki Pieper: Gitarre, Gesang
Carlos Neisel: Bass
Niklas Böhm: Gitarre
Georg Kunz: Keyboard
Winni Rau: Keyboard, Akkordeon
Volker Klinke: Schlagzeug
Erhard Rau: Trompete
Axel Deland: Trompete
Tanja Svejnoha: Saxophon
Oliver Pospiech: Posaune
Ozan Akhan: Gesang, Hüftschwung (Special Guest)

Köbes Underground im Internet

Homepage: koebesunderground.de

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Über Gerd Böttcher 156 Artikel
Ich bin der Gründer von METAMA, der Firma, die auch für diesen Blog BANDS.koeln verantwortlich ist. Wie der Name schon sagt, wollen wir darin über Bands aus der Region Köln schreiben. Ich sehe mich in unserem Redaktions-Team als „Romantiker“, der ganz sachliche Schreibstil ist eher nicht mein Ding. Songs müssen in mir Bilder entstehen lassen; ansonsten fehlt mir irgendwie eine emotionale Bindung dazu. Wie sagt der Kölner so lapidar: „Jet jeck simmer all.“

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