Björn Heuser

Ein umtriebiger Kölner Liedermacher


(Aktualisiert: November 2018) Auf Bandwebseiten finden sich in der Regel ausführliche Biografien der jeweiligen Künstler. Doch es gibt Ausnahmen, denn über Björn Heuser lässt sich aufgrund der Vielzahl der Umtriebe ein aktueller Lebenslauf offenbar nur schwer erstellen. Und er müsste wohl ständig geändert werden. Deshalb stützen wir uns im Folgenden auf Informationen, die Frank Strassberger in Köln zusammengetragen hat, damit ein kleiner Ausriss aus dem Leben Heusers hier veröffentlicht werden kann. Danach pflegt der vielseitige Künstler das tägliche Ritual, im Lieblingscafé in Köln-Ehrenfeld gut zu frühstücken. Gestärkt durch O-Saft und Baguettes lässt sich der Tag besser angehen. Ob diese Gewohnheiten ab 2017 noch aktuell waren, wagen wir zu bezweifeln, denn Björn Heuser ist in diesem Jahr Familienvater geworden. Damit werden schon andere Prioritäten gesetzt.

Björn Heuser | Bild: Uli Grohs

Erster Songtext zum Muttertag

Doch vor diesem Künstlerleben gab es Unterricht an den Instrumenten. Björn Heuser, Baujahr 1982, entdeckte und liebte die Orgel seines Vaters. Die bearbeitete er so lange, bis er Keyboardunterricht erhielt und kurz darauf eine E-Gitarre bekam. Musikalische Einflüsse im Elternhaus: Beatles und Karnevalsmusik. Mit 14 entdeckte er für sich BAP. Und textete  wenig später auf Kölsch das erste Lied für seine Mutter – als Geschenk zum Muttertag. Die dürfte sich sicher noch mehr darüber gefreut haben, dass ihr Sohn dennoch etwas Solides gelernt hat. Nach dem Abitur studierte Heuser Musik, Philosophie und Germanistik, um 2001 die Firma BHE-Music ins Leben zu rufen.

Liebe zum Rhein und zum Meer

Mittlerweile sind aus einem Lied viele Lieder geworden, Heuser gibt Konzerte mit seiner Band und ist bekannt für die kölschen Mitsingkonzerte. Auch ein Kinder-Musical („Bonsai, der Zauberer“) steht auf der Haben-Seite. Der New-York-Fan reist gern und hat schon in den Vereinigten Staaten, in China, Frankreich, Portugal und anderswo seinen Beitrag zur Verbreitung kölschen Liedguts geleistet. Oasen der Entspannung findet der Songwriter dort, wo Wasser ist: am Rhein, gern auch am Meer. Vielleicht findet er dort auch seine Inspirationen für seine Lieder und andere Musikprojekte. So schrieb Björn Heuser schon Songs u. a. für Bläck Fööss, Paveier, Zeltinger Band, Klüngelköpp, Funky Marys, Brings und andere kölsche Künstler.

2017-2018 – Vier neue Alben

Eine Kreativblockade hat Björn Heuser derzeit sicherlich nicht. Vier Alben in zwei Jahren, dies ist schon außergewöhnlich! Dazu noch die großartigen „Mitsing“-Konzerte auf der großen Bühne der Lanxess-Arena, gemeinsam mit bekannten Kölner Künstlern. Herausragend ist ein Song aus seinem letzten Longplayer „Himmel övver Kölle“. „Mir levve jetzt“ ist eine wunderbare Hommage an das Leben und das kölsche Lebensgefühl, einfach den Augenblick mit Freunden zu feiern.

Diskografie:

2009: Jestern, hück, morje

2013: Montagslieder

2013: Live im Gaffel am Dom (Live-Album)

2014: Endlich Freitag!

2015: Weihnachtsjeföhl (Album)

2015: Zwanzig Jahre Björn Heuser (Album)

2016: Kölle singt – Live in der Lanxess Arena (Album)

2017: Zick es Jlöck (Album)

2017: Singt neue Liebeslieder (Album)

2018: Ming Leeder (Live) (Album)

2018: Himmel övver Kölle (Album)

Björn Heuser im Internet

Homepage: heuser-koeln.de

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Über Gerd Böttcher 145 Artikel
Ich bin der Gründer von METAMA, der Firma, die auch für diesen Blog BANDS.koeln verantwortlich ist. Wie der Name schon sagt, wollen wir darin über Bands aus der Region Köln schreiben. Ich sehe mich in unserem Redaktions-Team als „Romantiker“, der ganz sachliche Schreibstil ist eher nicht mein Ding. Songs müssen in mir Bilder entstehen lassen; ansonsten fehlt mir irgendwie eine emotionale Bindung dazu. Wie sagt der Kölner so lapidar: „Jet jeck simmer all.“

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