Stefan Knittler

(P)op op Kölsch


(Aktualisiert: November 2018) Eine Karriere als Schlagzeuger hat er angestrebt, doch daraus wurde nichts. Für Stefan Knittler kam der Durchbruch im dritten Anlauf. Anstelle von Drums eben Lieder auf Kölsch. Als Belohnung für den Stilwechsel gab es den Majorlabel-Deal, von dem viele Musiker ewig träumen. Knittler wurde von Rhingtön/EMI unter Vertrag genommen. Auf seiner Facebook-Seite sagte der Künstler dazu stolz: „Die EMI war für mich als Kölner halt schon immer die Plattenfirma schlechthin. Bei denen waren die Beatles, bei denen waren die Bläck Fööss“. Nun also auch Stefan Knittler.

Stefan Knittler | Foto: Mansi Manslayer

R.E.M. erlauben Cover auf Kölsch

Auf Knittlers erster EP finden sich Lieder wie „Do un Ich“, „Kumm loss mer singe“ und eine kölsche Version des R.E.M.-Klassikers „Shiny Happy People“ – übersetzt in Kölsch „Jot jelaunte Minsche“. Die mittlerweile aufgelösten Alternative Rocker aus den USA hatten nach Verhandlungen die Freigabe für eine Interpretation erteilt. Vielleicht wäre Knittler mit R.E.M. eher auf Augenhöhe gewesen, denn er gehörte Ende der 1980er Jahre den „Bagdad Babies“ als Schlagzeuger an. Einer Band, die immer als große Hoffnung galt und bis zu ihrer Auflösung 1992 kurz vor dem großen Durchbruch stand. Daraufhin schlüpfte Knittler Mitte der 1990er Jahre unter in der Band von Rolly Brings.

The artist formerly known as „Der wahre Prince“

Gesungen habe er früher gern, auch Gitarre und Klavier habe er immer schon gespielt, sagt Stefan Knittler über seinen musikalischen Horizont. Das kam ihm zugute, als er im Organisations-Team der „Loss mer singe“-Kneipentour mitarbeitete, bei der in Gaststätten Karnevalslieder von CD vorgespielt, vom Publikum mitgesungen und benotet werden. Knittler organisierte nicht nur, sondern bewarb sich unter dem Pseudonym „Der wahre Prince“. Dabei pokerte er hoch, denn er kölschte „Purple Rain“ von Prince ein. „Rude Rän“ wurde ein Erfolg und Knittler stand wieder häufiger selbst auf der Bühne. Dabei wird ihm ein Gig ganz sicherlich unvergessen bleiben, der 15.09.2018, sein „P/op Kölsch“-Format auf der großen Open Air-Bühne im Tanzbrunnen. Was für ein Event!

Diskografie:

2008: De eezte!

2010: Zwoo 

2015: Kölle ich vermiss dich (Single)

Stefan Knittler im Internet

Homepage: stefan-knittler.de
Facebook: Stefan Knittler

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Über Gerd Böttcher 134 Artikel
Ich bin der Gründer von METAMA, der Firma, die auch für diesen Blog BANDS.koeln verantwortlich ist. Wie der Name schon sagt, wollen wir darin über Bands aus der Region Köln schreiben. Ich sehe mich in unserem Redaktions-Team als „Romantiker“, der ganz sachliche Schreibstil ist eher nicht mein Ding. Songs müssen in mir Bilder entstehen lassen; ansonsten fehlt mir irgendwie eine emotionale Bindung dazu. Wie sagt der Kölner so lapidar: „Jet jeck simmer all.“

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