Stefan Knittler

P/op Kölsch

(Aktualisiert: Februar 2020) Eine Karriere als Schlagzeuger hat er angestrebt, doch daraus wird nichts. Für Stefan Knittler kommt der Durchbruch mit Liedern auf Kölsch. Als Belohnung für den Stilwechsel gibt es zunächst einen Majorlabel-Deal, von dem viele Musiker ewig träumen. Knittler wird von Rhingtön/EMI unter Vertrag genommen, und veröffentlicht zwei Alben. Auf seiner Facebook-Seite sagt der Künstler dazu stolz: „Die EMI war für mich als Kölner halt schon immer die Plattenfirma schlechthin. Bei denen waren die Beatles, bei denen waren die Bläck Fööss“. Nun also auch Stefan Knittler.

Stefan Knittler | Foto: Mansi Manslayer

R.E.M. erlauben Cover auf Kölsch

Auf Knittlers erstem Album „Die Eezte“, veröffentlicht 2008, finden sich Lieder wie „Do un Ich“, „Kumm loss mer singe“ und eine kölsche Version des R.E.M.-Klassikers „Shiny Happy People“ – übersetzt in Kölsch „Jot jelaunte Minsche“. Die mittlerweile aufgelösten Alternative Rocker aus den USA haben nach Verhandlungen die Freigabe für eine Interpretation erteilt. 2010 erscheint das zweite Album „Knittler Zwo“. Leider sind beide Alben nur mäßig erfolgreich. Aber er gibt nicht auf.

The artist formerly known as „Der wahre Prince“

Gesungen habe er früher gern, auch Gitarre und Klavier habe er immer schon gespielt, sagt Stefan Knittler über seinen musikalischen Horizont. Das kommt ihm zugute, als er im Organisations-Team der „Loss mer singe“-Kneipentour mitarbeitet, bei der in Gaststätten Karnevalslieder von CD vorgespielt, vom Publikum mitgesungen und benotet werden. Knittler organisiert nicht nur, sondern bewirbt sich 2009 unter dem Pseudonym „Der wahre Prince“. Dabei pokert er hoch, denn er kölscht „Purple Rain“ von Prince ein. „Rude Rän“ wird ein Erfolg und Knittler steht ab 2010 auf der Bühne mit seinem Programmformat „Welthits op Kölsch“ (später P/op Kölsch). Dies wird so erfolgreich, dass in den Folgejahren z.B. auch das Gloria ausverkauft wird und viele bekannte Kölner Künstler als Gastmusiker auf den Bühnen auftreten. Dabei wird Stefan Knittler ein Gig ganz sicherlich unvergessen bleiben, der 15.09.2018, sein „P/op Kölsch“-Format zum ersten Mal auf der großen Open Air-Bühne im Tanzbrunnen. Die Wiederholung dieses Events ist im Sommer 2019. Fortsetzung folgt, und die P/op-Termine 2020 sind auf der Website von Stefan Knittler zu ersehen.

Neue Songs in 2019/2020

Der Erfolg von „P/op Kölsch“ motiviert Stefan Knittler endlich wieder eigene Songs aufzunehmen, und so werden in 2019 zwei neue Lieder veröffentlicht: „Hallelujah-Kölsche Version“ und „Doch wenn du wills“ (eine schöne Ballade, die auch auf dem Sampler „Karneval der Stars 49“ zu hören ist). 2020 erscheint die EP „Jesök un Jefunge“.

Diskografie:

2008: De eezte!

2010: Zwoo 

2015: Kölle ich vermiss dich (Single)

2019: Hallelujah-Kölsche Version (Single)

2019: Doch wenn du wills (Single)

2020: Jesök un Jefunge (EP)

Website

Mehr Infos unter: Stefan Knittler

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Über Gerd Böttcher 245 Artikel
Ich bin der Gründer von METAMA, der Firma, die auch für diesen Blog BANDS.koeln verantwortlich ist. Wie der Name schon sagt, wollen wir darin über Bands aus der Region Köln schreiben. Ich sehe mich in unserem Redaktions-Team als „Romantiker“, der ganz sachliche Schreibstil ist eher nicht mein Ding. Songs müssen in mir Bilder entstehen lassen; ansonsten fehlt mir irgendwie eine emotionale Bindung dazu. Wie sagt der Kölner so lapidar: „Jet jeck simmer all.“

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