Drei Fragen an – Kuhl un de Gäng

Das neue Format von BANDS.koeln: „3 Fragen an – ???“. Dieses Mini-Interview führen wir in regelmäßigen Abständen mit Kölner Musikern und Musikerinnen. Diesmal gehen die Fragen an Kuhl un de Gäng, da wir aktuell Kontakt mit der Kölner Band wegen der Veröffentlichung ihres Zweitalbums „Unter Strom“ haben.

Foto: Kuhl un de Gäng | CD-Veröffentlichungs-Freude : „Unter Strom“

1) Eure Songs besitzen einen außergewöhnlichen Sound! Habt ihr eine besondere Aufnahmetechnik?

Aufnahmetechnisch orientieren wir uns an DJs. In der Vergangenheit waren wir oft enttäuscht, wenn der gemasterte Song nicht dem entsprach, was wir uns vorstellten. Für uns endet der kreative Prozess nicht am Mic oder am Amp, vieles beginnt sogar erst dort beim Editing, Sounddesign, Mixing, Mastering und Samplen für die Bühne. Es macht mega Bock die Grenzen zu sprengen zwischen Instrumentalist und Producer, beide sind Musiker! Das bietet komplett neue Möglichkeiten auch auf der Bühne. Ob das als „besonders“ bezeichnet werden kann, weiß ich nicht, aber zumindest außergewöhnlich.

2) Habt ihr musikalische Vorbilder oder Bands, an deren Musik-Style ihr euch orientiert? Also, wir hören da Nuancen von Scooter, Querbeat, Seeed, Deichkind, sogar ein wenig Spliff heraus?

Auf unserem langen musikalischen Weg haben wir viele Vorbilder gesammelt, die uns geflasht und geprägt haben. Deshalb werdet ihr wahrscheinlich immer Nuancen unterschiedlicher Genres und Künstler in unserer Musik heraushören. Sound- und produktionstechnisch orientieren wir uns an Steve Aoki, Hardwell, Armin van Buren, Dimitri Vegas, Like Mike, Axwell, Tiësto und den Chainsmokers. Fetter, hochwertiger, moderner Sound, bounceable!!

3) Der kölsche Schlager- und Karnevals-Mundart-Markt wird gerade von vielen neuen Bands überschwemmt. Die Kommerz-Zitrone wird kräftig gepresst. Grund für euch, musikalisches Neuland (in Gesang und Musikstil), wie z. B. Querbeat, zu betreten?

Grund für „musikalisches Neuland“: Darum geht es uns als Musiker! In unserer musikalischen Ausbildung haben wir das Glück gehabt unser Handwerk in Top-40-Cover-Bands, Jazz Combos, sogar Big Bands zu lernen. Das hat Spaß gemacht, aber ob du dort Gitarre spielst oder jemand anderes, der es gelernt hat, ist uninteressant. Es werden Stücke gespielt, die andere Künstler vor Jahrzehnten komponiert haben. Das ist legitim und wir schätzen viele Musiker, die tagtäglich in diesen Bands einen exzellenten Job machen. Dennoch befriedigt es uns weit mehr unsere eigene Musik zu spielen, dass die Leute im Rheinland unsere Songs singen können!! Dafür sind wir sehr dankbar!

Nebenbei bemerkt haben wir keinen Bock auf Quetsch, Flitsch und „Hätz om rechte Fleck“. Es gibt viele tolle Bands, die den „Oldschool“-Style nach wie vor fahren. Wir feiern sie auch, aber es gibt für uns keinen Grund so zu klingen. Die Stadt Köln wird oft alt, schön und romantisch und ja fast abgeschottet beschrieben, was sie ja auch irgendwie ist, aber sie ist auch modern, fresh und der Welt zugewandt. Leute kommen zum Studieren, feiern und Geschäfte machen nach Köln und haben Kontakte in die ganze Welt! Tradition und Brauchtum sollte lebendig gelebt werden, also: Mut und Offenheit für Neues. Außerdem geht es nicht immer nur um Köln. Wir haben das Glück das ganze Jahr und in vielen Städten des Landes spielen zu dürfen.

Danke dir, Hubert, für deine Antworten. Wir von BANDS.koeln wünschen euch viel Erfolg und Freude auf den weiteren Wegen! Bis demnächst …

Mehr Infos unter: Kuhl un de Gäng-Website
Unsere Biografie: Kuhl un de Gäng-Biografie auf BANDS.koeln
Unsere Rezension: vom Kuhl un de Gäng-Album: „Unter Strom“

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Gerd Böttcher

Gerd Böttcher

Ich bin der Gründer von METAMA, der Firma, die auch für diesen Blog BANDS.koeln verantwortlich ist. Wie der Name schon sagt, wollen wir darin über Bands aus der Region Köln schreiben. Ich sehe mich in unserem Redaktions-Team als „Romantiker“, der ganz sachliche Schreibstil ist eher nicht mein Ding. Songs müssen in mir Bilder entstehen lassen; ansonsten fehlt mir irgendwie eine emotionale Bindung dazu. Wie sagt der Kölner so lapidar: „Jet jeck simmer all.“

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