Domstürmer

(Aktualisiert: November 2019) Wenn ein Gag zum Hit wird … Aber der Reihe nach. Zunächst gründet sich Domstürmer im Jahr 2006, um den Dom -mindestens aber die Karnevalssitzungen – zu stürmen. Die Band setzt sich aus Michael „Micky“ Nauber (Gesang), Marcus Maletz (Gitarre), Peter „Piddy“ Kiel (Bass), Bernhard „Hotti“ Hörter (Schlagzeug) und Stephan Christ (Tasteninstrumente) zusammen. Den Löwenanteil der Songs bekommen sie vom Produzententeam Nauber/Maletz (Michael Nauber und Marcus Maletz) angeliefert. Das Duo, das hinter der „Kuenstlerland GmbH“ steckt, kümmert sich auch um Dinge wie Produktion, Merchandising und Management.

Domstürmer | Foto: Isabel Großer

Kölner mit Einzugsgebiet bis Mallorca

Von Anfang an beschränken sich die Domstürmer nicht nur auf die Region am Rhein, sondern sie treten in ganz Deutschland auf. Für Bekanntheit sorgen auch die Beiträge zu Sampler-Reihen wie Apres Ski Hits, Neue Hitparade und Ballermann Hits. Die Popularität von Domstürmer bekommt einen kräftigen Schub, als ein Gag zum Publikumsliebling avanciert. Eigentlich war „Happy Weekend“ nur als Spaß zwischendurch gedacht, denn bei diesem Song verkleiden sich die Bühnenmusiker. Doch Fans und Diskjockeys wollen mehr und ein Majorlabel veröffentlichte „Happy Weekend“ im Jahr 2010 als Single. Im Herbst des darauf folgenden Jahres erscheint das Albumdebüt „Mach Dein Ding“, die gleichnamige Single wird 2012 ein Sessionshit. Das bleibt auch bei der Lokalpresse nicht unbemerkt, die Bonner Ausgabe des „Express“ verleiht Domstürmer dafür den „Närrischen Oscar“ in Gold.

Fahr‘n, fahr‘n, fahr‘n in der Straßenbahn

Häufige Auftritte im Kölner Karneval und ein Programm, das zwischen Schlager, Rock und Balladen wandert – dort verorten sich die Domstürmer. Und etwas ganz Besonderes unterscheidet sie von ihren Musikerkollegen und –kolleginnen: Sie musizieren nämlich im öffentlichen Nahverkehr. Seit 2008 gibt die Band bis zu dreimal jährlich Konzerte in einer fahrenden Straßenbahn der Kölner Verkehrsbetriebe. Marcus Maletz fährt nur noch so Straßenbahn, der Gitarrist zieht sich Anfang des Jahres 2014 weitgehend von der Bühne zurück. Gelegentlich ist er aber bei Shows dabei, seinen Part übernimmt der ehemalige Wanderer Stevie Gable. Im Herbst 2014 geht Piddy Kiel in die wohlverdiente „Rockerrente“, den Bass zupft nun Hanz Thodam, der schon bei Hanak und Blootsbröder den Rhythmus mit bestimmt. Erwähnenswert ist noch das karitative Engagement aller Domstürmer. Sie verzichten 2014 auf Weihnachtskarten und spenden der Deutschen Knochenmarkspenderdatei 1.111 Euro. Und fleißig sind die Domstürmer. So erscheint 2015 das Album „Wellkumme em Club“, bespickt mit herrlichen kölschen Liedern.

Neue Bandbesetzung

Neues gibt es auch in der Bandbesetzung zu vermelden. Im August 2016 übernimmt Rainer Höfer die Position von Keyboarder Stephan Christ, der sich als Gründungsmitglied nach zehn Jahren von der Band verabschiedet. Ab dem 01.11.2018 spielt Alex Klaus den Bass. Hanz Thodam wechselt zu den Bläck Föös. In der Session 2019/2010 sind die Domstürmer mit den Songs „Alles doof“, „Ich danz för Dich (Jo jo dat)“ und „Övverdosis Jlöck“ unterwegs.

Domstürmer – das sind:

Micky Nauber: Gesang
Stevie Gable: Gitarre
Alex Klaus: Bass
Rainer Höfer: Keyboards
Hotti Hörter: Schlagzeug

Diskografie

2007: Imma wieda (Single)

2008: Loss m’r levve / Oberaffengeil (Single)

2009: Hück Naach (dat ess för immer) (Single)

2010: Happy Weekend (Single)

2011: Mach dein Ding (Album)

2012: Meine Liebe, Meine Stadt, mein Verein (Single)

2013: Naturbeklopp (Single)

2014: Stadt Land Fluss (Album)

2014: Hollywood / Op de jode ahle Zigg (Single)

2015: Wellkumme em Club (Album)

2015: Ohne Dom ohne Rhing ohne Sunnesching (Single)

2016: He jeiht et av / Janz schön Kölle (Single)

2017: Mir Sin Jekumme (Single)

2018: Alles em Fluss (Single)

2018: Jeckyll Un Hyde (Single)

2019: Alles Doof (EP)

Website

Mehr Infos unter: Domstürmer

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Über Gerd Böttcher 246 Artikel
Ich bin der Gründer von METAMA, der Firma, die auch für diesen Blog BANDS.koeln verantwortlich ist. Wie der Name schon sagt, wollen wir darin über Bands aus der Region Köln schreiben. Ich sehe mich in unserem Redaktions-Team als „Romantiker“, der ganz sachliche Schreibstil ist eher nicht mein Ding. Songs müssen in mir Bilder entstehen lassen; ansonsten fehlt mir irgendwie eine emotionale Bindung dazu. Wie sagt der Kölner so lapidar: „Jet jeck simmer all.“

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