Chango Leon

(Aktualisiert: Februar 2017) Neue Band aus Köln, neues Label in Köln und eine alte bzw. altbewährte musikalische Mischung – das sind die drei Säulen, auf denen Chango Leon fußt. Das Trio macht Latin Rock; also Rock, der mit lateinamerikanischen Einflüssen wie Salsa, Cumbia und Reggeaton versetzt ist. Nicht unbedingt „Gasolina“, sondern Culcha Candela stand Pate. Und natürlich Santana. Wer diese Künstler mag, dem gefällt sicher auch die Band aus dem Haus cesaraugusto, das bislang auf reine Künstlervermittlung spezialisiert war. Cesaraugusto Music war der nächste logische Schritt. Am 4. September dieses Jahres wurde das Label gegründet und zeitgleich ging die  Debut-EP „Rásquele Compádre“ an den Start. Die Record Release Party wurde natürlich in Köln gefeiert, und zwar im „Heimathirsch“.

Chango Leon - Logo | Foto: Allesandro De Matteis
Chango Leon – Logo | Foto: Allesandro De Matteis

Kölscher Latin-Rock mit Spuren nach Polen und Südamerika

Chango Leon – das sind Edgar Huitron Martinez, Dactah Cudgle und M.C. Augusto Stahlke. Auch wenn die Formation neu ist – die in Köln wohnenden Musiker sind bekannt von Projekten wie La Papa Verde, SchälSick Steppas, Shahin Najafi und Six Nation. Martinez und Stahlke haben bereits seit 2012 gemeinsam gearbeitet, im vorigen Jahr komplettierte Cudgle den Dreier. Erfahrung ist also durchaus vorhanden, deshalb wollen die Kölner Männer mit Wurzeln in Polen, Kolumbien und Mexiko auch mehr machen als nur Rhythmusgitarre, Schlagzeug und Bassfiguren liefern. Chango Leon strebt vielmehr eine Orientierung auf anspruchsvollere Motive an.

Chango Leon - Rásquele Compádre (Ep-Cover) | Foto: Allesandro De Matteis
Chango Leon – Rásquele Compádre (Ep-Cover) | Foto: Allesandro De Matteis

Schwarze Witwen, Drogenbarone und Rockabilly

Textlich mäandert die Band von Leichtigkeit bis Sozialkritik. So nimmt das Trio in „Contigo“, dem Opener der Debüt-EP, etablierte Schönheitsideale aufs Korn. Der Song mit Son-Montuno-Groove, der nach Bandangaben spontan in einer Probe entstand, hat ein markantes Riff mit tiefer Verbeugung vor der „Abraxas“-Phase von Carlos Santana.

„La Viuda Negra“ ist perkussiver Salsa Rock mit kolumbianischen Anleihen. Der Songtext dreht sich um eine fiktive Frau, die ihren Mann für sich vereinnahmt und auffrisst. Dagegen ist „Al Cartel“ von Rockabilly infiziert, in dem Lied geht es nicht um gefährliche Schwarze Witwen, sondern um den Lebensstil eines mexikanischen Drogenbarons. „Veneno“, der Ausstieg aus der EP, ist synthesizer-freier Reggaeton.

Auf der Band-Homepage sowie über Facebook informiert Chango Leon über kommende Auftritte.

Diskografie

2015: „Rásquele Compádre“ (EP, cesaraugusto im Vertrieb von Kontor New Media)

Chango Leon im Internet

Facebook: Chango Leon

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Über Gerd Böttcher 182 Artikel
Ich bin der Gründer von METAMA, der Firma, die auch für diesen Blog BANDS.koeln verantwortlich ist. Wie der Name schon sagt, wollen wir darin über Bands aus der Region Köln schreiben. Ich sehe mich in unserem Redaktions-Team als „Romantiker“, der ganz sachliche Schreibstil ist eher nicht mein Ding. Songs müssen in mir Bilder entstehen lassen; ansonsten fehlt mir irgendwie eine emotionale Bindung dazu. Wie sagt der Kölner so lapidar: „Jet jeck simmer all.“

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