Zeltinger Band

Zeltinger ist Kult in Köln

(Aktualisiert: Juni 2018) Lange vor der Reform der deutschen Rechtschreibung hat die Zeltinger Band ihre eigene Reform durchgeführt, was das Schreiben von Hits anbelangt: „Asi mit Niwoh“ aus dem Jahr 1981 ist der wohl größte der Kölner Rockband neben „Stüverhoff“ und „Müngersdorfer Stadion“, dem ersten Erfolg. Diese Klassiker gehören zum Standardrepertoire bei Konzerten auch Jahrzehnte später. Ihre Geburtsstunde erlebte die Band im Jahr 1979, Gründungsmitglied und Namensgeber Hans Jürgen Maria Zeltinger ist heute noch dabei, der Sänger mit dem Spitznamen de Plaat (die Glatze) wird unterstützt von Dennis Kleimann (Gitarre, Gesang), T.S. Crusoe (Bass, Gesang), Wolfgang Günnewig (Gitarre, Gesang) und Robbie Vondenhoff (Schlagzeug).

Zeltinger Band |Bild: www.zeltinger-band.de

Stabilität trotz der Besetzungswechsel

Mehr als 25 Musiker haben im Lauf der Jahre in der Band gespielt; einige leben nicht mehr, unter ihnen Gitarrist Alex Parche und Schlagzeuger Frank Müller. Andere wie Wolfgang Günnewig sind zurückgekehrt, nachdem sie die Band verlassen haben. Vom Volkslied über Interpretationen von Lou Reed bis zu The Ramones ist das musikalische Spektrum sehr weit gefasst. Nach härteren Klängen in den späten 1980ern arbeiteten die Musiker um de Plaat auch mit BAP-Legende Wolfgang Niedecken zusammen. Auch politisch zeigte Zeltinger  schon damals Flagge mit der Teilnahme am Projekt gegen Rechtsextremismus „Arsch huh zäng ussenander“. Mitte der 1990er Jahre gab der Gründer bekannt, dass seine Gruppe aufgelöst sei. Nach Besetzungswechseln wurde jedoch weiter musiziert.

Fast 40 Jahre Bühne

Im Herbst 2008 feierte die Zeltinger Band das 30jährige Jubiläum. Dazu kamen in der Live Music Hall in Köln auch die Gründungsmitglieder Zucker, Engelbrecht, Gramen, Wolf und Steffen mit de Plaat zusammen, um gemeinsam Songs wie  „Rock’n’Roll Betrug“ zu jammen. 2010 erschien das lang ersehnte Studioalbum „Die Rückkehr des Retters“ mit den herrlichen Songs „Deine Ex“ , „Der Schmeichler“ und „Politoxologie“ (siehe Video), insgesamt eine überaus gelungene Produktion, Zeltinger on his best! 2014 gab es unplugged-Versionen seiner bekanntesten und unbekannteren Songs auf der CD „Avgespeck!“. Zeltinger begleitet nur von der akustischen Gitarre seines jungen Gitarristen Dennis Kleimann. Mal ein ganz anderes Zeltingergefühl.

2017: Nach sieben Jahren Abstinenz hat ihm sein Nervenarzt nun geraten, endlich mal eine neue CD zu veröffentlichen. Die Welt ist krank und nur der Rock´n Roll kann sie retten. Also kann der Titel des neuen Album nur „Krank!“ sein. Zeltinger Songs, wie man sie kennt, kraftvoll und rockig (mit Neuaufnahmen von „Er war gerade 18 Jahr“ und „Sozialamt“).

Fast 40 Jahre Bühnenerfahrung hat „de Plaat“ mittlerweile hinter sich. Jede Menge Rock´n Roll mit einer Menge schräger Geschichten. Der Mann ist einfach Kult und gehört zu Köln wie der Dom.

Diskografie 

1979: De Plaat im Roxy & Bunker live

1981: Schleimig

1982: Der Chef

1987: Schon wieder Live!

1988: Weder Mensch noch Tier

1989: Ich bin ein Sünder

1992: Solo Plaat

1993: Asi mit Niwoh – Das Beste aus 15 Jahren

1993: Rares für Bares

1994: Scheiße!

1996: Faktor Z

2002: Freunde für’s Leben

2003: Voila! Leck ens am Arsch

2003: Kölsch Jeföhl – De Plaat solo

2005: Mit nacktem Arsch und Rock ’n‘ Roll

2006: Alter Wein in neuen Schläuchen

2008: Geschmack, Charakter, Zeltinger (30 Jahre Wahnsinn in Vollendung) (Doppel-CD)

2008: Nur Kölsch und Schnaps (The Best Of The Rest)

2010: Die Rückkehr des Retters

2012: Steht alle auf! (Single)

2014: Avgespeck!

2017: Krank!

Zeltinger Band im Internet

Homepage: zeltinger-band.de

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Über Gerd Böttcher 95 Artikel
Ich bin der Gründer von METAMA, der Firma, die auch für diesen Blog BANDS.koeln verantwortlich ist. Wie der Name schon sagt, wollen wir darin über Bands aus der Region Köln schreiben. Ich sehe mich in unserem Redaktions-Team als „Romantiker“, der ganz sachliche Schreibstil ist eher nicht mein Ding. Songs müssen in mir Bilder entstehen lassen; ansonsten fehlt mir irgendwie eine emotionale Bindung dazu. Wie sagt der Kölner so lapidar: „Jet jeck simmer all.“

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