Tommy Engel

(Aktualisiert: Dezember 2022) Ein alter Haudegen, der gleich für zwei Karrieren steht. Denn zum einen hat Richard Thomas Engel die Bläck Fööss mit gegründet und zum anderen ist er solo unterwegs als Tommy Engel. Angefangen hat er vor einer halben Ewigkeit, denn seine Bühnenpremiere erlebt er bereits 1959 im Volkstheater Millowitsch.

Und zwar als Heinzelmännchen, denn Peter Millowitsch (der Sohn Willi Millowitsch) ist schon zu groß für diese Rolle. Die Darstellung des Heinzelmännchens ist prägend für den kleinen Richard Thomas, denn bis heute kann er nicht von der Schauspielerei lassen.

Tommy Engel | Foto: Nicole Fritz

Heinzelmännchen und nackte Füße

Als ein Karriereturbo erwies sich von 1970 an die Band Bläck Fööss (hochdeutsch für „nackte Füße“), die er mit aus der Taufe hob und der er fast ein Vierteljahrhundert lang treu blieb. Hits wie „En unserm Veedel“ oder „Drink doch eine met“ sind auch Hits von Frontmann Engel. 1994 verlässt der Musiker die Fööss, um fortan auf eigenen Füßen zu stehen. Mit dem Projekt L.S.E landet er Erfolge wie „För et Hätz un jäje dr Kopp“ und „Saunaboy“. Zudem baut er seine mimischen Fähigkeiten aus und spielt in Peter Maffays Kinder-Musical „Tabaluga“ mit. Darüber hinaus verkörpert Engel den Lastwagenfahrer Jaco Kließ in der WDR-Fernsehserie „Die Anrheiner“.

Äußerst erfolgreich war Engel auch mit Soloprogrammen. Er begeistert sein Publikum im Jahr 1999 mit einer dreistündigen Revue, in der er sich als Sänger, Texter und Musiker präsentiert. Als „All in one-Unterhaltungskünstler“ schlüpft er in die Rolle des „Huusmeister Kaczmarek“. 2005 kamen weihnachtliche Dinner-Shows hinzu. Der Kölner Stadtanzeiger bringt es in seiner Einordnung auf den Punkt: Engel sei ein Sänger, Komödiant und Entertainer, wie es sie nur selten gebe.

Straßenbahn als Geburtstagsgeschenk

2009 zog Engel Bilanz, denn er begeht sein 50-jähriges Bühnenjubiläum und den 60. Geburtstag. Die Kölner Verkehrs-Betriebe gratulieren mit einem besonderen Geschenk, denn das kommunale Unternehmen widmet ihm eine ganze Straßenbahn, die mit Engels Konterfei unterwegs ist. 2011 veröffentlichte er auf „Favoriten“ eine Auswahl seiner persönlichen Lieblingslieder. Ein Jahr später erscheint eine Autobiografie. Darin reflektiert er seinen Alltag als Bruder von neun Geschwistern und erzählt von den Freuden als Vater dreier Söhne.
In den Folgejahren und aktuell ist Tommy Engel überaus erfolgreich mit den alljährlichen Weihnachtsengel-Konzerten. Auch ist er gern gesehener Gastmusiker bei anderen Konzerten von Kölner Bands (z.B. Kasalla etc.).

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Hier sein Song „Noh bei mir“ (eine Kölsch-Cover-Version des Welthits „Stand by me“ von Ben E. King) aus dem 2016 veröffentlichten Album „Dat kölsche Songbook“. Die restlichen Lieder sind Kölsche Hits neu arrangiert (z. B.: „Et jitt kei Wood“ von Cat Ballou).

Die Fans müssen dann lange 6 Jahre warten, bis Tommy Engel sein aktuelles Album „Fleje“ 2022 auf den Markt bringt. Daraus gibt es das Musikvideo mit dem Song „Du mäs mich fruh“. Eine Liebeserklärung des Sängers an seinen Enkel.

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Diskografie

2022: Fleje (Album)

2016: Dat kölsche Songbook

2015: Wenn Weihnachte es (Single)

2014: Weihnachtsengel X (4 CD-Box)

2011: Favoriten

2010: Dummer nit esu

2009: Das Beste solo und mit L.S.E. 1992-2002

2009: Zum Lure (DVD)

2007: Du bes Kölle

2006: Du bes Kölle! (Single)

2006: Weihnachtsengel-Live aus dem Himmelszelt

1999: Engel 100% Tommy Engel

1999: Hadder nit jessin (Single)

1999: Live in der Philharmonie

1998: Kein Problem (Single, mit Grooveminister)

1997: Viel Verkehr auf’m Meer (Single)

Tommy Engel im Internet

Homepage: tommyengel.de

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Gerd Böttcher

Gerd Böttcher

Ich bin der Gründer von METAMA, der Firma, die auch für diesen Blog BANDS.koeln verantwortlich ist. Wie der Name schon sagt, wollen wir darin über Bands aus der Region Köln schreiben. Ich sehe mich in unserem Redaktions-Team als „Romantiker“, der ganz sachliche Schreibstil ist eher nicht mein Ding. Songs müssen in mir Bilder entstehen lassen; ansonsten fehlt mir irgendwie eine emotionale Bindung dazu. Wie sagt der Kölner so lapidar: „Jet jeck simmer all.“

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