Räuber

Die Räuber gehören zu Köln wie der Dom

(Aktualisiert: November 2019) Hände hoch, das ist ein Überfall! Ein Beutezug mittels rheinischer Stimmungsmusik durch fünf Räuber. Die Band findet sich 1991 zusammen, um den Musikmarkt und die Sitzungssäle zu erobern.

Räuber Band | Foto: www.HellenPass-Fotografie.de

Karnevalistischer Evergreen der 1980er 

„Denn wenn et Trömmelche jeit…“ – dieser Schriftzug prägt das Debütalbum im Jahr 1991, seitdem sorgt dieses gleichnamige Lied jedes Jahr für Stimmung im Kölner Karneval. „Schau mir in die Augen“, „Op dem Maat“, „Kölsche Junge bütze joot“, „Titicacasee“ oder „Rose“ – räuberische Hits werden überall dort gefeiert, wo gute Stimmung herrscht.

1998 bekommen die Räuber quasi den Ritterschlag, als sie mit fünf Songs auf dem Sampler „Ostermanns Erben“ gewürdigt werden – in einer Reihe mit Bläck Fööss, Die Höhner und Paveier. Damals ist Norbert „Nobby“ Campmann noch dabei, der 2007 im Alter von 48 Jahren stirbt. 2014 wird ein Wechsel des Bandenchefs vollzogen: Pünktlich zum 11.11.2014 übernimmt Bassist Torben Klein bei der Sessionseröffnung auf dem Heumarkt die Rolle von Karl-Heinz Brand. „Charly“, der nach 23 Jahren als Frontgesicht kürzer treten will, aber noch mitmacht bei anstehenden Beutezügen. 

Verjüngungsprogramm per Rochade an der Front 

Torben Klein, seit 2012 Räuber, markiert einen Wechsel, aber keine Abwendung von bisherigen Erfolgsrezepten. Die Tour „Welthits op Kölsch“ 2016 ist erfolgreich. Zudem werden die Räuber für die „Klüngel-Kölsch-Revue“ im Millowitsch Theater und „Herrliche Krätzchen“ im Senftöpfchen bejubelt. Mehr als 200 Auftritte allein in der Karnevalssession, dazu 50 weitere Konzerte danach – die Räuber sind mit musikalischen Überfällen gut ausgelastet. Touren führen sie nach Amerika, Afrika und in europäische Nachbarländer. Zudem haben sie ein Robin-Hood-Gen, denn sie beteiligen sich an Benefizprojekten und spenden ihre Gage.

Neue Bandmitglieder 

In der Session 2014/2015 sorgt ihre Hymne an die Stadt Köln „Dat es Heimat“ für Stimmung in den Sälen und Festzelten. Nach der Karnevals-Session 2014/2015 verlässt Gino Trovatello die Band und im August 2015 stoßen Andreas Dorn alias „Schrader“ und Jürgen „Geppie“ Gebhard zur Gruppe. 2016 geht es unter dem Titel „25 Jahre Räuber“ auf Jubiläumstour. Mit Torben Klein als Fronträuber und noch Ur-Räuber Karl-Heinz Brand an seiner Seite. „Charly“ feiert dann im Juni 2017 seinen emotionalen Abschied von den Räubern mit einem Tanzbrunnenkonzert und einigen prominenten Kollegen. Ende Dezember 2018 verlässt Torben Klein die Band, um eine Solokarriere zu starten. Sven West übernimmt seine Position am Mikrofon.

Aktuell sind die Räuber mit einem kölschen Cover eines Songs der Band Münchener Freiheit: „Ohne Dich (schlof ich hück Naach nit en)“ und der Tanznummer: „Kumm loss jonn“ unterwegs.

Räuber – das sind:

Sven West: Gesang
Andreas „Schrader“ Dorn: E-Bass, E-Gitarre, Akustik-Gitarre, Gesang
Kurt Feller: Keyboard, Akkordeon, Gesang
Jürgen „Geppie“ Gebhard: Gitarre
Wolfgang Bachem: Schlagzeug, Gesang

Diskografie:

1993: Wenn et Trömmelche jeit

1995: Echt Kölsch

1996: Dat es ene Hammer

1998: Kölsches Bloot

2001: Achtung Räuber

2003: Laach doch ens

2005: Sulang die Botz noch hält

2009: À la Carte

2012: Kölle Alaaf You

2016: Dat es Heimat – 25 Jahre

2016: Eijentlich (Single)

2017: Welthits op Kölsch (Live-Album)

2017: Für die Iwigkeit (Single)

2018: Immer wenn ich ahn ming Heimat denk (Home is where the Dom is) (Single)

2019: Kumm loss jonn (Single)

2019: Ohne Dich (schlof ich hück Naach nit en) (Single)

Website

Mehr Infos unter: Räuber

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Über Gerd Böttcher 245 Artikel
Ich bin der Gründer von METAMA, der Firma, die auch für diesen Blog BANDS.koeln verantwortlich ist. Wie der Name schon sagt, wollen wir darin über Bands aus der Region Köln schreiben. Ich sehe mich in unserem Redaktions-Team als „Romantiker“, der ganz sachliche Schreibstil ist eher nicht mein Ding. Songs müssen in mir Bilder entstehen lassen; ansonsten fehlt mir irgendwie eine emotionale Bindung dazu. Wie sagt der Kölner so lapidar: „Jet jeck simmer all.“

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