Brings


(Aktualisiert: November 2018) Wie nennen wir denn unsere Band? Nehmen wir den Familiennamen, dachten sich vermutlich die Brüder Peter und Stephan Brings, als sie gemeinsam mit Harry Alftler und Matthias Gottschalk im Jahr nach dem Mauerfall Brings gründeten. Die Kölner Musiker machten zunächst rockige Klänge in Mundart, sie traten sogar mehrfach beim Megafestival „Rock am Ring“ auf und eröffneten Konzerte von Tom Petty & The Heartbreakers sowie AC/DC.

Brings | Bild: Pressefoto Monsterpics

Seit Mitte der 1990er Jahre ergänzten hochdeutsche Lyrics die kölschen Texte. Ihr von BAP-Legende Klaus Heuser produziertes Debütalbum erschien 1991, es hieß „Zwei Zoote Minsche“.

Richtungsweisend war die LP „Superjeilezick“, die 2001 erschien: Brings legten die Rockerkluft ab, um sich ganz auf Stimmungsschlager zu konzentrieren, wie er nicht nur beim Karneval (aber ganz besonders dort!) geliebt wird. Brings haben abseits von guter Laune einiges zu sagen. Die Bandmitglieder engagieren sich seit vielen Jahren auch für politische Ziele.

Bereits 1992 sorgten sie mit der AG Arsch-huh und einem Auftritt auf dem Chlodwigplatz in Köln für hohe Resonanz, denn mehr als 100.000 Zuschauer waren dabei. Im Juni 2014 unterstützte die Band eine Großkundgebung, auf der dem Nazianschlag in der Keupstraße gedacht wurde. Im Dezember rief Brings dazu auf, das Projekt „Du bes Kölle! Kein Nazis he op unser Plätz“ zu fördern.

Die Liebe gewinnt

Im Oktober 2013 veröffentlichte die Band die Single „Polka, Polka, Pola“ (featuring Florian Silbereisen), nachdem „Immer widder“ aus dem Live-Weihnachtsalbum „Leise rieselt der Schnee 2“ ausgekoppelt wurde, das 2013 in der Kulturkirche Nippes mitgeschnitten worden war. In der Session 2014/15 gelang Brings dann eine absolute Köln-Hymne mit dem Lied „Kölsche Jung“. Der Song räumte bei allen LMS-Wettbewerben ab und ist seitdem ein wichtiger und fester Bestandteil der kölschen Liedkultur.

Der Anfang Dezember 2017 veröffentlichte Longplayer mit dem Titel „Liebe gewinnt“ zeigt in einigen Liedertexten die nachdenkliche Seite der Band. Schon, dass der Titelsong auf Hochdeutsch gesungen wird und nicht auf Kölsch, sorgt für einige Diskussionen unter den Fans. Aber diese „Liebesbotschaft“ betrifft uns alle und nicht nur Rheinländer.

Brings können auch Party

Aber Brings können natürlich auch Party. Aktuell ist die Band in der Session 2018/2019 mit dem Song „Et jeilste Land“ (op der Welt dat is Kölle) auf den Bühnen unterwegs. Eine schöne Steilvorlage für diesen Refrain gelang dem derzeitigen amerikanischen „Präsidenten“ Donald Trump mit der Aussage: „Belgium is a beautiful city“. Mit am Start bei diesem Lied ist: „Dennis aus Hürth“.

Brings – das sind:

Peter Brings (Gesang, Gitarre)
Harry Alfter (Gitarre. Gesang)
Kai Engel (Keyboard, Gesang)
Stephan Brings (Bass, Gesang)
Christian Blüm (Schlagzeug, Gesang)

Diskografie

1991: „Zwei Zoote Minsche“
1991: „Zweschedurch“ (Minialbum)
1992: „Kasalla“
1993: „Hex ’n’ Sex“
1995: „Glaube, Liebe, Hoffnung“
1996: „Zweschedurch II“ (Minialbum)
1997: „Fünf“
1997: „Fünf+4“
1997: „Live“
1999: „Knapp“
2001: „Superjeilezick“
2003: „Puddelrüh“
2004: „Poppe, Kaate, Danze“
2005: „Su lang mer noch am Lääve sin“
2007: „Hay! Hay! Hay!“
2007: „Kasalla (digital remastert)“
2007: „Das Beste von 90–97“
2007: „Live (digital remastert)“
2007: „Best Of“
2008: „Rockmusik“
2011: „Dat is geil“
2011: „Dat wor geil – 20 Jahre Brings“ (Livealbum)
2012: „Leise rieselt der Schnee“
2013: „Leise rieselt der Schnee 2“
2014: „14“
2016: „Silberhochzeit“ (Best of) Doppel-CD
2016: „Silberhochzeit“ (Live) CD+DVD
2016: „Besoffe vör Glück“ (Single)
2017: „Jeck yeah“ (Single)
2017: „Liebe gewinnt“ (Album)

Brings im Internet

Mehr Infos unter: Brings-Website

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Über Gerd Böttcher 134 Artikel
Ich bin der Gründer von METAMA, der Firma, die auch für diesen Blog BANDS.koeln verantwortlich ist. Wie der Name schon sagt, wollen wir darin über Bands aus der Region Köln schreiben. Ich sehe mich in unserem Redaktions-Team als „Romantiker“, der ganz sachliche Schreibstil ist eher nicht mein Ding. Songs müssen in mir Bilder entstehen lassen; ansonsten fehlt mir irgendwie eine emotionale Bindung dazu. Wie sagt der Kölner so lapidar: „Jet jeck simmer all.“

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