Brings

(Aktualisiert: Dezember 2017) Wie nennen wir denn unsere Band? Nehmen wir den Familiennamen, dachten sich vermutlich die Brüder Peter und Stephan Brings, als sie gemeinsam mit Harry Alftler und Matthias Gottschalk im Jahr nach dem Mauerfall Brings gründeten. Die Kölner Musiker machten zunächst rockige Klänge in Mundart, sie traten sogar mehrfach beim Megafestival „Rock am Ring“ auf und eröffneten Konzerte von Tom Petty & The Heartbreakers sowie AC/DC.

Brings | Bild: Pressefoto Monsterpics

Seit Mitte der 1990er Jahre ergänzten hochdeutsche Lyrics die kölschen Texte. Ihr von BAP-Legende Klaus Heuser produziertes Debütalbum erschien 1991, es hieß „Zwei Zoote Minsche“.

Richtungsweisend war die LP „Superjeilezick“, die 2001 erschien: Brings legten die Rockerkluft ab, um sich ganz auf Stimmungsschlager zu konzentrieren, wie er nicht nur beim Karneval (aber ganz besonders dort!) geliebt wird. Brings haben abseits von guter Laune einiges zu sagen. Die Bandmitglieder engagieren sich seit vielen Jahren auch für politische Ziele.

Bereits 1992 sorgten sie mit der AG Arsch-huh und einem Auftritt auf dem Chlodwigplatz in Köln für hohe Resonanz, denn mehr als 100.000 Zuschauer waren dabei. Im Juni 2014 unterstützte die Band eine Großkundgebung, auf der dem Nazianschlag in der Keupstraße gedacht wurde. Im Dezember rief Brings dazu auf, das Projekt „Du bes Kölle! Kein Nazis he op unser Plätz“ zu fördern.

Die Liebe gewinnt

Im Oktober 2013 veröffentlichte die Band die Single „Polka, Polka, Pola“ (featuring Florian Silbereisen), nachdem „Immer widder“ aus dem Live-Weihnachtsalbum „Leise rieselt der Schnee 2“ ausgekoppelt wurde, das 2013 in der Kulturkirche Nippes mitgeschnitten worden war.In der Session 2014/15 gelang Brings dann eine absolute Köln-Hymne mit dem Lied „Kölsche Jung“. Der Song räumte bei allen LMS-Wettbewerben ab und ist seitdem ein wichtiger und fester Bestandteil der kölschen Liedkultur.

Der Anfang Dezember 2017 erschienene Longplayer mit dem Titel „Liebe gewinnt“ zeigt in einigen Liedertexten die nachdenkliche Seite der Band. Schon, dass der Titelsong auf Hochdeutsch gesungen wird und nicht auf Kölsch, sorgt für einige Diskussionen unter den Fans. Aber diese „Liebesbotschaft“ betrifft uns alle und nicht nur Rheinländer.

Brings sind: Harry Alfter, Christian Blüm, Kai Engel und die Brüder Peter und Stephan Brings.

Diskografie

1991: „Zwei Zoote Minsche“
1991: „Zweschedurch“ (Minialbum)
1992: „Kasalla“
1993: „Hex ’n’ Sex“
1995: „Glaube, Liebe, Hoffnung“
1996: „Zweschedurch II“ (Minialbum)
1997: „Fünf“
1997: „Fünf+4“
1997: „Live“
1999: „Knapp“
2001: „Superjeilezick“
2003: „Puddelrüh“
2004: „Poppe, Kaate, Danze“
2005: „Su lang mer noch am Lääve sin“
2007: „Hay! Hay! Hay!“
2007: „Kasalla (digital remastert)“
2007: „Das Beste von 90–97“
2007: „Live (digital remastert)“
2007: „Best Of“
2008: „Rockmusik“
2011: „Dat is geil“
2011: „Dat wor geil – 20 Jahre Brings“ (Livealbum)
2012: „Leise rieselt der Schnee“
2013: „Leise rieselt der Schnee 2“
2014: „14“
2016: „Silberhochzeit“ (Best of) Doppel-CD
2016: „Silberhochzeit“ (Live) CD+DVD
2016: „Besoffe vör Glück“ (Single)
2017: „Jeck yeah“ (Single)
2017: „Liebe gewinnt“ (Album)

Brings im Internet

Mehr Infos unter: Brings-Website

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Über Torsten Williamson-Fuchs 20 Artikel
Ich bin Journalist seit 25 Jahren und schreibe über Musik zwischen Pop und Rock. Zehn Jahre habe ich beim Berliner Radiosender JAM FM Autorensendungen konzipiert und moderiert sowie für die ARD gearbeitet. Zudem schreibe ich für Zeitungen und Blogs, auch über Themen wie Sport, Politik und Wirtschaft. Gebloggt habe ich bereits 2003, denn in dem Jahr wurde mein erster Artikel online gestellt.

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